Unheimlich. Witzig. Abgründig.
Nacht. Nacht. Nacht. Immer wieder. Jede. Betrunken oder nüchtern. Aufwachen, grübeln, verzweifeln. Nicht mehr schlafen. Fast immer zwischen 3.00h und 4.00h. Der Tag davor rüttelt, drückt, schlägt auf dich ein. Alles was du gesehen, was du gehört hast. War oft nichts Gutes dabei. Musst du verarbeiten, bearbeiten, loswerden. Ist schwer. Wolfsstunden, nennt es die Schlafforschung. Und dann explodiert etwas im Kopf. Ein Gedanke, eine Idee, direkt aus dem Nebel der Schlaftrunkenheit, der Ratlosigkeit, des Selbstmitleids. Exploding Heads. Auch ein Begriff der Schlafforschung. Vielleicht Rettung, Lösung … die Idee. Schreib´s auf, vergiss es nicht.
Papier und Stift am Bett. Jede Nacht. Notizen. Schreiben. Aufschreiben. Erzählen. Später. Am nächsten Tag. Dinge deuten, klären, interpretieren. Verstehen. Es versuchen. Und sich freuen auf die nächste Nacht. Voller Geschichten.
So kam Peter Voss zu seinen Nachtgeschichten. Zwei Bände waren bereits erschienen. „Wolfsstunden“ und „Exploding Heads“, beide im Axel Dielmann Verlag. Heute kommt der dritte Band „Night Hawks“.
Im dritten Band seiner »Nachtgeschichten«, ist es erneut die morbide Sphäre der »Night Hawks«, die aber dennoch Fluchtpunkt und Zufluchtsort dieser 12 Schicksale sein kann. Und es sind wieder vor allem Männer, die hier auftreten. Männer, die es gewohnt sind, ihre eigenen Werte und Ziele zu definieren und die nun aber zusehen müssen, wie sie zwischen Entschlossenheit und Scheitern überleben können.
