Barbara Englert, Regisseurin, Schauspielerin und Autorin, liest aus dem fast vergessenen Werk von Ilse Schneider Lengyel (1903-1972). Ilse Schneider-Lengyel war Mitbegründerin der Gruppe 47 und einst Besitzerin eines Anwesens am Bannwaldsee, Trotz früher Erfolge als Künstlerin und Autorin wurde ihre Karriere durch Nationalsozialismus, Exil und persönliche Krisen immer wieder zerstört. 1947 entstand bei ihr am Bannwaldsee unter der Regie von Hans Werner Richters als deutschsprachiges Schriftstellertreffen die Gruppe 47, doch sie selbst blieb im Schatten der männlichen Mitglieder. Am Ende verlor sie ihren Besitz, wurde krank und starb unter ungeklärten Umständen.
Die Schriftstellerin Silke Scheuermann lebt in Frankfurt am Main. Für ihre Gedichte, Erzählungen und Romane erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise, darunter ein Stipendium der Villa Massimo sowie den Hölty-Preis für Lyrik. Zuletzt wurde sie mit dem Bertolt-Brecht-Preis 2016, dem Robert-Gernhardt-Preis 2016 und dem Georg-Christoph-Lichtenbergpreis 2017 ausgezeichnet. Sie veröffentlicht Lyrik und Prosa, darunter 2005 den Erzählungsband „Reiche Mädchen”, 2007 den Roman „Die Stunde zwischen Hund und Wolf”, 2010 das Kinderbuch „Emma James und die Zukunft der Schmetterlinge” sowie die Romane „Shanghai Performance” (2011), „Die Häuser der anderen” (2012) und „Wovon wir lebten” (2016). 2018 hatte sie die Frankfurter Poetikdozentur inne.
Eintritt auf Spendenbasis.
Die Denkbar wird unterstützt durch das Kulturamt Frankfurt.
