Montag, 9. März, 19:00 Uhr – Utopisches Kino: Aelita – Der Flug zum Mars

Spielfilm, UdSSR 1924, Regie: Jakow Protasanow, 111 Min.

Moskau 1921: Ein Ingenieur fängt ein rätselhaftes Funksignal auf und wird von der Obsession gepackt, zum Mars zu reisen. Dort regiert Königin AELITA über eine erstarrte Klassengesellschaft – bis der Besucher von der Erde eine proletarische Revolution anzettelt.

Protasanows Film ist ein Hybrid aus allem, was das sowjetische Kino der 20er zu bieten hatte: Melodram, Science-Fiction und revolutionäre Agitation. Marskulissen von Alexandra Exter – geometrische Kostüme, kubistische Architektur – gehören zum Eindrucksvollsten, was das Stummfilmkino an Setdesign hervorgebracht hat, und haben die visuelle Sprache von Science-Fiction gesetzt, Fritz Langs Metropolis im Besonderen. Gleichzeitig ist der Film ironisch: Die Marsreise war nur ein Traum. Die eigentliche Geschichte spielt im  Moskauer Alltag der Neuen Ökonomischen Politik, zwischen Wohnungsnot, Kleinkriegen und nervigen Angelegenheit. Revolution beginnt nämlich auf der Erde – nicht auf dem Mars.

Eintritt auf Spendenbasis.
Anmeldung: anmeldung@denkbar-ffm.de

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