



Eine Ausstellung von Nandu Kriesche vom 4. – 31. Oktober 2026
„Mit allen Augen sieht die Kreatur das Offene.“
(R. M. Rilke, 1922)
Eröffnung und Einführung: Sonntag den 4. Oktober, 15.30 Uhr
Die Frankfurter Künstlerin Nandu Kriesche beschäftigt sich immer wieder kritisch mit unserem Verhältnis und der Beziehung zu Tieren. Über das mögliche Bewusstsein von Tieren wurde schon spekuliert und versucht, es wissenschaftlich zu beweisen. In der Welt der Kunst besteht eine magische Verbindung zu ihnen, die uns immer wieder fasziniert. Die Bilder handeln auch von unserer übergriffigen Respektlosigkeit und territorialen Verdrängung, die Kriesche ästhetisch reflektiert. Sie zeigt Gemälde mit transparenten Spuren von Heißkleber, um eine optische Vibration zu erzeugen, zudem arbeitet sie mit farbigem Paraffin, das z. B. verkitschte Rehe als Porzellanfiguren hindurchschimmern lässt. In der Serie „Aufruf der Alternative“ von 1998 überarbeitete sie einen FR-Artikel von J. Beuys mit Collagen aus einem Neckermann-Katalog und der Liste damals ausgestorbener Tiere.