Bildquelle: Bundeszentrale für politische BildungVortrag und Gespräch mit Daniel Stahl (Uni Erlangen-Nürnberg)

Beginn: 19:15 Uhr

Anmeldung unter info@diag-frankfurt.de

in Kooperation mit Amnesty International

Vor 50 Jahren putschte sich das argentinische Militär an die Macht und beging danach (bis 1983) Menschenrechtsverletzungen ungeheuren Ausmaßes. Man schätzt die Zahl der Ermordeten auf 30.000; hinzu kommen überlebende Folter-Opfer, Zwangsadoptionen sowie das Leid der Familien, die oft nichts über den Verbleib ihrer Angehörigen erfuhren. Der Vortrag schildert diese Verbrechen und den Umgang mit ihnen im Sinne einer argentinisch-deutschen Verflechtungsgeschichte. Wie verhielten sich deutsche Regierung und Unternehmen angesichts der Repression? Und wie prägte die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Junta Debatten über Demokratie und Menschenrechte in der Bundesrepublik?

Daniel Stahl ist seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Uni Erlangen-Nürnberg, wo er sich auch habilitiert hat. Er ist in Paraguay geboren und aufgewachsen.  

In der DIAG-Reihe „Lateinamerika im Gespräch“ diskutieren wir mit ausgesuchten Landeskennern aktuelle Entwicklungsprobleme und Konflikte in der Region.

Veranstalter:

Deutsch-Iberoamerikanische Gesellschaft e.V. (DIAG), https://www.diag-frankfurt.de