



Eine Ausstellung von Nandu Kriesche vom 4. – 31. Oktober 2026
„Mit allen Augen sieht die Kreatur das Offene.“ R.M. Rilke, 1922
Eröffnung und Einführung: Sonntag den 4. Oktober, 15.30 Uhr
Danach liest Ansgar Schulz ab 17.00 Uhr aus dem Buch seines Vaters Bernhard „Liebe ist ganz anders“, begleitet am Flügel von Stanislav Rosenberg.
Die Frankfurter Künstlerin Nandu Kriesche beschäftigt sich immer wieder kritisch mit unserem Verhältnis und der Beziehung zu Tieren. Über das mögliche Bewusstsein von Tieren wurde schon spekuliert und versucht, es wissenschaftlich zu beweisen. In der Welt der Kunst besteht eine magische Verbindung zu ihnen, die uns immer wieder fasziniert. Die Bilder handeln auch von unserer übergriffigen Respektlosigkeit und territorialen Verdrängung, die Kriesche ästhetisch reflektiert. Sie zeigt Gemälde mit transparenten Spuren von Heißkleber, um eine optische Vibration zu erzeugen, zudem arbeitet sie mit farbigem Paraffin, das z. B. verkitschte Rehe als Porzellanfiguren hindurchschimmern lässt. In der Serie „Aufruf der Alternative“ von 1998 überarbeitete sie einen FR-Artikel von J. Beuys mit Collagen aus einem Neckermann-Katalog und der Liste damals ausgestorbener Tiere.
Am Mittwoch, den 21.10.26, 19.00 Uhr, hält Ansgar Schulz einen Vortrag über seine Reise, sein Entwicklungsprojekt in Uganda und seine Begegnungen mit freilebenden Berggorillas und Schimpansen. An diesem Abend präsentiert Nandu Kriesche ihr Bild „Gorillas Move“. Es zeigt Soldaten, die im Kongo Gorillas töten, um unbelästigt im Urwald nach Coltan und seltenen Erden zu suchen. Das Gemälde wird in der Pause versteigert. Die Hälfte des Versteigerungserlöses kommt der Krankenstation des Dorfes Nkuringo im Bwindi-Nationalpark zugute, die dringend Unterstützung benötigt.
www.nandu-kriesche.de