

In Lesung und Gespräch bringt Ruben Schenzle literarische Stimmen zu Gehör, die sich den Traumata von Schoa, Holocaust und Nakba aus ungeahnten Perspektiven nähern.
Wer sich heute um einen verantwortungsvollen Umgang mit Erinnerung unter Deutschen, Israelis und Palästinensern bemüht, begibt sich auf tückisches Terrain. Wie ein Bermudadreieck stecken die jeweiligen Bezugspunkte – Schoa, Nakba, Holocaust – einen Bereich ab, in dem uns die Orientierung verloren geht. Mit der Kraft der Fiktion von jeweils sechs Autorinnen und Autoren aus Israel und Palästina setzt dieser essayistische Streifzug Schoa, Nakba, Holocaust neu miteinander in Beziehung.
Ruben Schenzle ist in utopischem Denken promovierter Arabist. Er lehrt an der Freien Universität Berlin. Neben seinem aktuellen Essay »Fiktive Grenzverletzung. Zusammenhänge von Shoa, Nakba, Holocaust erzählen« (2025) sind bei AphorismA erschienen The East New Imperial Hotel in Jerusalem (2010, erweiterte Neuauflage 2023) sowie aus dem Arabischen übersetzt Ali Salem: Ein Ägypter zu Besuch (2012).