Seit einigen Wochen ist Farbfeldmalerei von Rainer Geburzyk in der Denkbar zu
sehen. Die Kraft autonomer Farbe, ihre emotionale Wirkung und Resonanz
spielen in der Malerei Geburzyks eine herausragende Rolle. Es geht ihm um
bildnerische Lösungen, die – ähnlich wie Musik – einen inneren Klang erzeugen.
Dies führt zu formaler Klarheit: weg vom Erzählerischen, hin zu subtilen
Bildstrukturen mit kontrastierenden oder sich angleichenden Farben.
Künstlerische Tätigkeit ist für Geburzyk Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung
von Offenheit, Aufmerksamkeit, Entschleunigung und Empathie.
Dabei ist ihm die Natur eine wichtige Inspirationsquelle. Farben und Strukturen
von Pflanzen, Bäumen, Flechten und Steinen sowie deren Übergangsstadien,
ebenso wie Licht und Schatten, faszinieren ihn in ihrer Vielfalt und klingen in
seinen Bildern an.
Für die Denkbar hat Geburzyk eine Serie von vier Werken ausgewählt, in der sich
Bezüge zu musikalischen Parametern erkennen lassen: Die Bilder sind durch
Senkrechte rhythmisch strukturiert. Den einzelnen Farbtönen wird viel Raum
gegeben, sodass sie ihren Farbklang entfalten können.
Zur Midissage am Sonntag, den 12. April, 15.00 Uhr laden wir Sie herzlich ein, in
der Ausstellung mit dem Künstler über seine Arbeiten ins Gespräch zu kommen.
RAINER GEBURZYK (*1956 in Wiesbaden) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Er arbeitet in den Medien Malerei, Performance und Fotografie. Von 1975 bis
1980 studierte er Kunst/Visuelle Kommunikation und
Gesellschaftswissenschaften an der Universität Kassel und unterrichtete
anschließend im In- und Ausland.
Während eines sechsjährigen Aufenthalts in Singapur realisierte er
Kooperationen mit der lokalen Kunstszene und wurde zu internationalen
Performance-Festivals eingeladen. Die Auseinandersetzung mit Tai Chi Chuan
und fernöstlicher Philosophie prägt seine künstlerische Arbeit bis heute.
Seit 1992 stellt er international in Einzel- und Gruppenausstellungen aus.
Die Denkbar wird unterstützt durch das Kulturamt Frankfurt am Main.
